Liebe Ulla Schmidt – Sie sind wirklich die Größte! So ein kreativer Umgang mit Fakten – grandios!
Der Fachpresse des kleinen Steuerzahler-Mannes – also der Bild-Zeitung – entnehme ich, dass die Rutsche von Ihrem Dienstwagen nach Spanien jetzt plötzlich eine total private Fahrt war, die Sie natürlich ordnungsgemäß versteuern. (Außer 72 km – in Worten: Zweiundsiebzig!!!! – die dienstlich waren.) Aha. Na dann……. – dann ist doch alles in Ordnung und natürlich nach den Regeln. Dann kann der großartige Frank-Walter Sie ja nun beruhigt mit offenen Armen in sein Wahlkampfteam aufnehmen.
Und die böse, ungezogene Bild-Zeitung fragt heute doch allen Ernstes: “Wollen Sie uns verarschen, Frau Schmidt?” Ungehörig!!!! Klar hat die Sprecherin von Frau Minister noch am 26. Juli die rund 5.000 km lange Fahrt hin und zurück dienstlich begründet und behauptet: “Für private Termine am Urlaubsort nutzt sie einen Mietwagen.” (Gibt es dafür eigentlich eine Rechnung?) In die gleiche Kerbe – also Dienstfahrt – hat auch zwei Tage später noch Frau Ministers Staatssekretär gehauen und etwas holprig vorgerechnet, wie günstig die Fahrt doch war, hat nur rund 3.200 Euro gekostet…. – Na gut – heute soll das also alles nicht mehr wahr sein ….. Aber Frau Minister hat ja auch nie gesagt, es war eine Dienstfahrt – das war ja ihre Sprecherin und ihr Staatssekretär – die Bösen, die….
Also mal in Ernst Frau Minister: Entweder plappern Ihre Sprecherin und Ihr Staatssekretär ohne vorherige Abstimmung mit Ihnen irgendwelchen Unsinn – dann gehören beide sofort fristlos entlassen. Oder beide haben die Wahrheit gesagt, die nun nach der öffentlichen Aufregung von Ihnen etwas zurechtgebogen wurde – also die Wahrheit…. Und aus der Dienstfahrt wurde – nach kreativem Umgang mit der Wahrheit – ganz plötzlich eine private Fahrt in den Urlaub. Dann allerdings – liebe Ulla Schmidt – dann gehören Sie über all hin – nur nicht in eine Bundesregierung. Viel Erfolg also Frank-Walter und der SPD!!
Also ich bin schwer enttäuscht von Ulla Schmidt! Sie war doch immer die erste, die den Finger gehoben hat, wenn die so “raffgierigen Ärzte” irgendwas zu mauscheln schienen….. Und genau diese Sauberfrau zeigt hier einen so “sauberen” Umgang mit der Wahrheit.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass Frau Ulla hier einige handwerkliche Schwächen gezeigt hat. Und wenn das schon bei einer solchen (eigentlichen) Kleinigkeit der Fall ist, wie ist das dann bei größeren und wirklich wichtigen Sachen wie der Gesundheitsreform??? Ich will gar nicht weiter denken – mir wird schlecht!!!
Und nur mal noch eine Frage: War nicht auch noch eine sehr enge Mitarbeiterin von Frau Minister mit auf der Dienst-…eh – Urlaubsreise??? Ja, was nu??? War das für die Mitarbeiterin nu Dienst oder Urlaub???
Und auch nur mal so: Wenn ein Arzt jetzt nach Spanien in den Urlaub fährt und dort am Strand einem “schwer verletzten” Kind ein Pflaster auf die blutende Wunde klebt, gilt das dann vor der Steuer eigentlich als Dienstreise??????
In diesem Sinne freue ich mich auf weitere heitere Geschichten aus dem Wahlkampfteam der SPD! Ihr seid die wirkliche Arbeiterpartei, die Deutschland gerade jetzt in schwierigen Krisenzeiten dringend in der Regierung braucht – ehrlich, sparsam und nicht abgehoben! – Toll!
Herzlich – Ihr TM
Moin Herr Melzner,
ich sach mal, wenn der Arzt 2!!! Wunden versorgt an unterschiedlichen Orten wird dat Fräullein Schmidt schon mal ein Hühnerauge zudrücken können.
Ich hoffe ja, das Sie auch nun das Arbeit-für-Alle-Wahlversprechen der beiden Kanzleranwärter gegenüberstellen. Ich freu mich schon.
Beste Grüße
Ihr
Matthias Bullmahn